Sudan: Prügelstrafe wegen „anstößiger Kleidung“

Die Polizei für öffentliche Ordnung (Public Order Police, POP) hat am 25. Juni zwölf christliche Studentinnen festgenommen. Gegen zehn von ihnen wurde gemäß Artikel 152 des sudanesischen Strafgesetzbuchs von 1991 wegen „anstößiger Kleidung“ Anklage erhoben, während die anderen beiden freigelassen wurden.

Fardous Al-Toum, eine der zehn festgenommenen Frauen wurde bei der Anhörung vom Richter abermals als anstößig bekleidet befunden und zu einer Geldstrafe verurteilt. © Babil Kush
Fardous Al-Toum, eine der zehn festgenommenen Frauen wurde bei der Anhörung vom Richter abermals als anstößig bekleidet befunden und zu einer Geldstrafe verurteilt. © Babil Kush

Während der Festnahme erniedrigte und beschimpfte die POP die Studentinnen. Artikel 152 des Strafgesetzbuchs von 1991 verleiht der POP weitreichende Befugnisse zur Verhaftung von Personen wegen „anstößiger Kleidung“. Im Fall eines Schuldspruchs drohen den Betroffenen 40 Peitschenhiebe und/oder eine Geldstrafe.

In der Praxis wird diese Bestimmung ausschließlich gegen Frauen angewandt. Amnesty International hat mehrere Fälle dokumentiert, in denen Frauen und Mädchen wegen „anstößiger oder unmoralischer Kleidung“ verurteilt wurden.

Fordern Sie, die Anklagen fallenzulassen und die Prügelstrafe abzuschaffen.

Mehr Information, Musterbriefe und schneller E-Mailappell

Wenn Sie ein E-Mail schreiben, senden Sie es bitte auch an die Botschaft des Sudan in Österreich: sudanivienna@prioritytelecom.biz

Aktion läuft bis 28. August 2015

 

 

 

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