Tätigkeitsbericht 2007

Liebe Spenderin!
Lieber Spender!
Liebe UnterstützerInnen!
 
An erster Stelle wollen wir uns bei Ihnen für die Unterstützung im vergangenen Jahr danken! Ohne diese hätten viele unserer Veranstaltungen nicht stattfinden können. Ohne diese wären viele Aktionen nicht umgesetzt worden. Ohne diese könnten wir einfach nicht für die Umsetzung der Frauenrechte arbeiten. Viele von Ihnen unterstützen uns schon jahrelang, sei es durch das Schreiben von Briefen und Mails, sei es durch Spenden. Wie wirksam Ihr Einsatz ist, sollen nur einige Beispiele veranschaulichen:

Im vergangenen Jahr wurden unter anderem in Jamaika Gesetzesreformen zum Schutz vor Frauen gegen Gewalt beschlossen. Ebenso in Ungarn, wo auf Empfehlungen von NGOs wie amnesty international aktiv zum Schutz gegen sexuelle Gewalt an Frauen gearbeitet wird. Nach einer ai-Kampagne in Sierra Leone wurden wesentliche Gesetzesänderungen umgesetzt, die eine Benachteiligung von Frauen im Eherecht aufheben. Immer wieder kommen Frauen, die aufgrund ihrer politischen Überzeugung in Haft sind (z. B. die Frauen von WOZA in Simbabwe) oder aufgrund extremst diskriminierender Gesetze verurteilt werden (Nazanin Mahabad Fatehi im Iran) nach großen, internationalen Protesten frei. Das ist nur ein Teil der Erfolge von amnesty international, der Frauen auf der ganzen Welt – dank Ihres Einsatz und Ihrer Unterstützung – mitunter das Leben gerettet hat! Diese Erfolge zeigen auch, mit welch geringem Aufwand Leben gerettet und Frauenrechte verwirklicht werden können: etwa 1,50 € kostet eine Briefmarke für internationale Post.

Das ai-Netzwerk Frauenrechte

Derzeit besteht unsere Gruppe aus 15 Frauen im Alter von Anfang zwanzig bis über 60 Jahren mit unterschiedlichen Berufen. Wir arbeiten natürlich alle ehrenamtlich und treffen uns alle zwei bis drei Wochen für unsere Gruppensitzungen. Wir kooperieren mit Frauenorganisationen außerhalb von amnesty international – z.B. bei der Europaratskampagne gegen Gewalt an Frauen – und natürlich mit anderen ai-Gruppen. Intensivere Kontakte haben wir im Vorjahr mit den Schweizer und den deutschen ai-Frauengruppen aufgebaut. Jedes Mitglied der Gruppe arbeitet nach ihren Fähigkeiten und der verfügbaren Zeit mit, z.B. beim Übersetzen und Zusammenfassen der englischen Berichte, bei der Organisation von Veranstaltungen, der Gestaltung der Website, der Zeitung, von Radiosendungen…Neben unserer eigentlichen Frauenrechtsarbeit (s. unten) beteiligen wir uns natürlich an allgemeinen ai-Kampagnen, wie der zu den Blutdiamanten. Wir nahmen an der Mitgliederversammlung und an ai-Seminaren teil und engagieren uns in ai-internen Arbeitsgruppen.

Die Finanzen

amnesty international ist unabhängig, die Organisation nimmt keine staatlichen Subventionen oder Spenden von Parteien an. Um diese Unabhängigkeit wahren zu können, finanzieren wir uns ausschließlich aus Spendengeldern. Bei unserer Arbeit fallen Kosten an – vor allem für die Organisation von Veranstaltungen, für die Produktion und den Versand der Appellbriefaktion oder heuer für Reisekosten für eine kolumbianische Frauenrechtsaktivistin.Da wir mit Ihren Spenden sorgsam umgehen, konnten wir 2007 den Überschuss des vorangegangenen Jahres als Unterstützung für zwei NGOs, nämlich ANNA in Russland und eine weitere in Österreich für Projekte im Irak, überweisen.Nochmals: Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Frauen in aller Welt wissen Ihren Einsatz auch für 2008 zu schätzen.

Öffentliche Aktivitäten 2007

  • 15.2. Schulvortrag an einem Wiener Gymnasium
  • 7.3. Straßenmalen (Frauenzeichen und -slogans) auf der Mariahilfer Straße in Wien
  • 8.3. Teilnahme an der Frauendemo, Flyerverteilen am Reumannplatz (Wien)
  • 11. 3. Filmabend „My own private Tehran“ im Rahmen der Frauenfilmtage, Interview mit der Regisseurin Afsar Sonia Shafie
  • 30.3.-4.4. Infomaterial bei Frauen-Uni
  • 16. 4. Protestwache vor der Botschaft von Simbabwe mit African Beat (Trommler) und NW Südliches Afrika)
  • 29.5. Film und Vortrag über Frauen im Irak (FGM), gemeinsam mit WADI
  • 19.6. Kundgebung zum Flüchtlingstag – keine Schubhaft
  • 2. 6. Lesung aus internationalen MR-Dokumenten zum internationalen Hurentag
  • 1. /2.9. Volksstimmenfest – Infomaterial
  • 17.11. Jacqueline Rojas (OFP/Kolumbien) spricht mit ai-Mitgliedern im Office
  • 19.11. „Frieden schaffen inmitten von Gewalt“, Vortrag von Jacqeline Rojas
  • 25.11. Teilnahme an der Frauendemo mit Redebeitrag
  • 10.12. Spendensammlung im Volkstheater

Arbeit zu ai-Berichten

  • Jamaika: Sexuelle Gewalt gegen Frauen
  • Indonesien: Als Haussklavinnen ausgebeutet und misshandelt
  • Cote d’Ivoire: Frauen als Zielscheibe – die vergessenen Opfer des Konflikts
  • Simbabwe: Jagd auf GewerkschafterInnen
  • Österreich: Keine Schubhaft für AsylwerberInnen!
  • Ungarn: Ungehörte Schreie – sexuelle Gewalt in der Ehe
  • Dominikanische Republik: Unterwegs – das harte Los haitianischer ArbeitsmigrantInnen
  • Italien: Die unsichtbaren Kinder
  • Kolumbien: Sie können die Hoffnung nicht töten!
  • Griechenland: Besserer Schutz für die Opfer von Frauenhandel
  • Nigeria: Vergewaltigung, die lautlose Waffe
  • Sudan/Darfur: Die Welt darf jetzt nicht wegsehen!
  • Simbabwe: Kritische Frauen leben gefährlich
  • Türkei: ein Frauenhaus für Istanbul
  • Kolumbien: Eine Million Freundinnen und Freunde gesucht/ Gefährlicher Alltag für GewerkschafterInnen
  • Ukraine: Die Opfer sind selbst schuld

Urgent Actions

  • Aktion für Frauenhäuser in aller Welt
  • SMS-Aktion gegen Gewalt an Frauen in Georgien
  • Demokratische Republik Kongo: Anwältin droht die Todesstrafe
  • Jordanien: Gefoltert und zum Tode verurteilt
  • Iran: Zum Tode verurteilt
  • Mexiko:Vergewaltiger bleiben ungestraft
  • Irak: Gesteinigt im Namen der Ehre
  • Saudiarabien: Nach Protestkundgebung in Haft
  • Myanmar: Repression der Militärregierung
  • WOZA: an Vorderster Front für die Menschenrechte
  • Kolumbien: Mordrohungen gegen OFP
  • Zu weiteren UAs wurde innerhalb des Netzwerks gearbeitet

Information zu Frauenrechten

  • Starke Frauen – Starke Mädchen: Benachteiligung von Mädchen
  • Frauen in der Todeszelle
  • Armut und Gewalt: ein Teufelskreis für Frauen
  • Iran: Frauen wissen jetzt besser über ihre Rechte Bescheid und fordern sie ein
  • Nordirak: Kaum Freiräume für Frauen,
  • Iran: Frauen in einer geteilten Gesellschaft – ein Reisebericht
  • Ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen – Europaratskampagne gegen Gewalt an Frauen

Medien

  • Website: www.amnesty.at/frauenrechte
  • 5-mal Appellbriefaktion (1350 Adressen)
  • 10-mal E-Mailaussendung (ca. 600 Adressen)
  • 2 Radiosendungen

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