Schlagwort-Archive: Vergewaltigung

Afghanistan: 10-jähriges Mädchen von „Ehrenmord“ bedroht

Die zehnjährige Brishna aus der Provinz Kunduz in Afghanistan wurde im Mai 2014 von einem Mullah vergewaltigt. Nun droht ihr der „Ehrenmord“ durch Angehörige ihrer Familie und ihrer Gemeinde. Die Frauenrechtsaktivistin, die sich für Brishna einsetzt, erhält Morddrohungen. Afghanistan: 10-jähriges Mädchen von „Ehrenmord“ bedroht weiterlesen

Mosambik: Leichte strafrechtliche Verbesserungen zum Schutz von Frauen

Eine leicht verbesserte Vorlage für ein neues Strafgesetz wurde vom mosambikanischen Parlament am 11. Juli verabschiedet. Der Entwurf, der immer noch mit den Menschenrechten nicht vereinbare Absätze enthält, liegt nun dem Präsidenten zur Unterzeichnung vor. Mosambik: Leichte strafrechtliche Verbesserungen zum Schutz von Frauen weiterlesen

Haiti: Frauenrechtsaktivistinnen bedroht

Einige Mitglieder von KOFAVIV, einer Organisation für Frauenrechte in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince, sind wiederholt bedroht und schikaniert worden. Amnesty International befürchtet, dass sie in großer Gefahr sind.

Allein den ersten 150 Tagen nach dem Beben wurden 250 Vergewaltigungen in 15 unterschiedlichen Camps gemeldet: © Amnesty International
Allein den ersten 150 Tagen nach dem Beben wurden 250 Vergewaltigungen in 15 unterschiedlichen Camps gemeldet: © Amnesty International

Mehrere Mitglieder der haitianischen Frauenrechtsorganisation Komisyon Fanm Viktim Pou Viktim (KOFAVIV), unter ihnen die Generalsekretärin Marie Eramithe Delva, erhalten seit März per Anruf und SMS Drohnachrichten, darunter auch Morddrohungen. Am 7. Juni ging per SMS eine Drohnachricht an die Generalsekretärin und an den Rechtsanwalt von KOFAVIV. In den frühen Morgenstunden des 28. April wurde beobachtet, wie drei bewaffnete Männer vor dem Büro der Organisation gegen das Treppengeländer schlugen. Anschließend waren dort mehrere Schüsse zu hören.

KOFAVIV wurde von Vergewaltigungsopfern aus den ärmsten Vierteln der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince gegründet und unterstützt diese. Die Mitglieder bieten wichtige und sofortige Unterstützung für Überlebende von Vergewaltigungen an, indem sie diese beispielsweise ins Krankenhaus und zur Polizeiwache begleiten. In den vergangenen Jahren hat KOFAVIV zudem begonnen, Überlebenden von Vergewaltigungen Unterkünfte bereitzustellen. Die Organisation hat außerdem eine Hotline ins Leben gerufen, über die Fälle sexueller Gewalt gemeldet werden können. Seit dem zerstörerischen Erdbeben von 2010 tragen die Mitglieder mit ihrer Arbeit entscheidend dazu bei, die Sicherheit und das Wohlergehen der Frauen, die in den Flüchtlingslagern leben, zu gewährleisten. In den vergangenen Monaten sind viele Menschenrechtsverteidiger_innen in Haiti angegriffen worden. Die haitianischen Behörden müssen unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um ihnen und ihren Familien angemessenen Schutz zur Verfügung zu stellen.

Mehr Information, Appelladressen, Musterbriefe und schneller E-Mail-Appell

Aktion aktuell bis 25. Juli 2014

Mosambik: Straffreiheit für Vergewaltiger, die das Opfer heiraten abgewendet, doch der Schutz vor sexueller Gewalt muss noch verstärkt werden

Eine parlamentarische Kommission hat entschieden, einen umstrittenen Paragraphen in einem Gesetzentwurf zu streichen. Der Entwurf sah vor, dass Vergewaltiger nicht strafrechtlich belangt werden, wenn sie die Vergewaltigte heiraten.

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Marokko/Westsahara: Erfolg -Vergewaltiger werden ab jetzt bestraft

Am 22. Jänner 2014 stimmte das marokkanische Parlament einstimmig für die Abschaffung des heftig kritisierten Artikel 475 des Strafgesetzes. Bisher blieben Vergewaltiger straflos und mussten sich für ihre Tat nicht verantworten, wenn sie das Opfer ehelichten. Doch es müssen weitere Gesetzesänderungen folgen.

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Somalia: Sexuelle Gewalt ist eine ständige Bedrohung

Sexuelle Gewalt ist in Somalia eine fortdauernde Gefahr und ständige Bedrohung für vertriebene Mädchen und Frauen. Denn Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt gehören in Somalia seit langer Zeit zu der den zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, die von verschiedenen Akteuren in dem mehr als zwei Jahrzehnte andauernden Konflikt in Somalia verübt werden.

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Mexiko: NOCH KEINE VERBESSERUNG DER MENSCHENRECHTSSITUATION

Seit hundert Tagen ist Mexikos neuer Präsident Enrique Peña Nieto nun im Amt. Im Bereich der Menschenrechte werden die wenigen Massnahmen, die seine Regierung bisher getroffen hat, der gravierenden Situation in keiner Weise gerecht.

«Vieles deutet leider darauf hin, dass auch diese Regierung dem Schutz der Menschenrechte keine hinreichende Priorität einräumt», sagt Christine Heller, Länderexpertin von Amnesty International Schweiz. «Sie sollte einen klaren Schussstrich unter die leeren Versprechungen der Vorgängerregierung ziehen. Die andauernde Missachtung von Menschenrechten muss aufhören, ebenso die Straflosigkeit korrupter Beamter und Militärs.»

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«Es ist Zeit für die neue mexikanische Regierung, zu beweisen, dass der Schutz der Menschenrechte wirklich ganz oben auf der politischen Agenda steht, und dass sie die Partizipation der Zivilgesellschaft gewährleistet», so Christine Heller von Amnesty International Schweiz.

Mehr dazu finden Sie hier.

Video: Die Geschichte von Miriam López

Die 30-jährige Hausfrau und vierfache Mutter Miriam López wurde 2011 von Armeeangehörigen aufgrund falscher Anschuldigungen widerrechtlich gefangengenommen, gefoltert und mehrfach vergewaltigt. Ihr Fall ist exemplarisch für viele andere.

Fordern Sie Gerechtigkeit für Miriam López!