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Sudan: Nach Vergewaltigung zum Tode verurteilt

Noura Hussein Hamad Daoud tötete ihren Mann in Notwehr. © privat

Die neunzehnjährige Noura Hussein Hamad Daoud wurde am 10. Mai zum Tode verurteilt, nachdem sie in Notwehr ihren Ehemann getötet hatte, als er zum zweiten Mal versuchte, sie zu vergewaltigen. Ein sudanesisches Gericht fand sie am 29. April schuldig, ihren Ehemann Abdulrahman Mohamed Hammad getötet zu haben.

 

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Sudan: Prügelstrafe wegen „anstößiger Kleidung“

Die Polizei für öffentliche Ordnung (Public Order Police, POP) hat am 25. Juni zwölf christliche Studentinnen festgenommen. Gegen zehn von ihnen wurde gemäß Artikel 152 des sudanesischen Strafgesetzbuchs von 1991 wegen „anstößiger Kleidung“ Anklage erhoben, während die anderen beiden freigelassen wurden.

Fardous Al-Toum, eine der zehn festgenommenen Frauen wurde bei der Anhörung vom Richter abermals als anstößig bekleidet befunden und zu einer Geldstrafe verurteilt. © Babil Kush
Fardous Al-Toum, eine der zehn festgenommenen Frauen wurde bei der Anhörung vom Richter abermals als anstößig bekleidet befunden und zu einer Geldstrafe verurteilt. © Babil Kush

Während der Festnahme erniedrigte und beschimpfte die POP die Studentinnen. Artikel 152 des Strafgesetzbuchs von 1991 verleiht der POP weitreichende Befugnisse zur Verhaftung von Personen wegen „anstößiger Kleidung“. Im Fall eines Schuldspruchs drohen den Betroffenen 40 Peitschenhiebe und/oder eine Geldstrafe.

In der Praxis wird diese Bestimmung ausschließlich gegen Frauen angewandt. Amnesty International hat mehrere Fälle dokumentiert, in denen Frauen und Mädchen wegen „anstößiger oder unmoralischer Kleidung“ verurteilt wurden.

Fordern Sie, die Anklagen fallenzulassen und die Prügelstrafe abzuschaffen.

Mehr Information, Musterbriefe und schneller E-Mailappell

Wenn Sie ein E-Mail schreiben, senden Sie es bitte auch an die Botschaft des Sudan in Österreich: sudanivienna@prioritytelecom.biz

Aktion läuft bis 28. August 2015

 

 

 

Sudan: Meriam Yehya Ibrahim nach internationalem Druck in Freiheit

Die Freilassung von Meriam Yehya Ibrahim ist ein erster Schritt zur Wiedergutmachung des grausamen Unrechts, das der jungen Frau angetan wurde. Die Christin war wegen ihres Glaubens zum Tode verurteilt worden. Zusätzlich waren wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs 100 Peitschenhiebe gegen sie verhängt worden. Sudan: Meriam Yehya Ibrahim nach internationalem Druck in Freiheit weiterlesen

Sudan: Lehrerin freigelassen

Die sudanesische Lehrerin und Aktivistin Jalila Khamis Koko wurde am 20. Jänner 2013 nach einem Gerichtsverfahren freigelassen. Jalila Khamis Koko wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen, außer des Vorwurfes der „Verbreitung von Falschnachrichten“. Dies wird mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft, aber das Gericht ließ sie frei, da sie schon neun Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte. Sudan: Lehrerin freigelassen weiterlesen