Schlagwort-Archive: LGBTI-Rechte

Ägypten: LGBTI-Rechte in Gefahr

In Ägypten sind mittlerweile 76 Personen wegen ihrer vermeintlichen sexuellen Orientierung von den Behörden festgenommen worden. Mindestens 32 von ihnen wurden zu Haftstrafen verurteilt. Gleichzeitig diskutiert das ägyptische Parlament über einen neuen Gesetzentwurf, mit dem gleichgeschlechtliche Beziehungen kriminalisiert würden.

Setzen Sie sich jetzt für LGTBI-Rechte in Ägypten ein!

Russland: LGBTI-Aktivistin wegen „homosexueller Propaganda“ verurteilt

Evdokia Romanova: „Ich fühle mich nicht mehr sicher in diesem Land.“ © privat

Die LGBTI-Aktivistin Evdokia Romanova wurde am 18. Oktober 2017 wegen „Propagieren von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen zwischen Minderjährigen über das Internet“ zu einer Geldstrafe von 50.000 Rubel (etwa 740 Euro) verurteilt. Sie und ihr Anwalt werden Berufung einlegen. Die Verurteilung steht eindeutig im Zusammenhang mit Evdokia Romanovas friedlicher Wahrnehmung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung.  Russland: LGBTI-Aktivistin wegen „homosexueller Propaganda“ verurteilt weiterlesen

Russland: Anklage wegen „homosexueller Propaganda“

Evdokia Romanova © Georg List

Evdokia Romanova ist eine LGBTI-Aktivistin aus Samara in Russland. Sie wurde am 26. Juli wegen „homosexueller Propaganda“ angeklagt, weil sie im Internet die internationale Website der Jugendkoalition für sexuelle und reproduktive Rechte sowie Artikel, die für die Gleichstellung von LGBTI werben, geteilt hatte. Das Verfahren soll am 18. September beginnen.

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Kamerun: Liebe ist kein Verbrechen

Die Rechtsanwältin Alice Nkom erhielt für ihren Einsatz für die Rechte von Schwulen, Lesben und TransgenderMenschen am 18. März den 7. Menschenrechtspreis von Amnesty in Deutschland.

Die Rechtsanwältin Alice Nkom setzt sich trotz Todesdrohungen für die Rechte von LGBTI-Menschen ein.
Die Rechtsanwältin Alice Nkom setzt sich trotz Todesdrohungen für die Rechte von LGBTI-Menschen ein.

In Kamerun werden immer mehr Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Sie sind Verfolgung und Diskriminierung, willkürlichen Verhaftungen und Anklagen ausgesetzt.

Medien, Politiker_innen und religiöse Führer_innen hetzen die Gesellschaft gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) auf. Die Betroffenen werden auf der Straße angegriffen, beleidigt und mit der Drohung, sie der Justiz zu melden, erpresst und ausgegrenzt.

LGBTI-Personen sind Verfolgung und Diskriminierung, willkürlichen Verhaftungen und Anklagen ausgesetzt. Die Polizei misshandelt sie und spioniert sie aus, von ihren Familien werden sie verstoßen.

Laut Artikel 347a des kamerunischen Strafgesetzbuches sind sexuelle Handlungen mit einer Person des gleichen Geschlechts mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren und mit einer Geldstrafe von bis zu 200.000 Francs CFA (etwa 300 Euro) zu ahnden. In der Praxis wird das Gesetz jedoch wesentlich weiter ausgelegt: So werden die meisten Betroffenen allein aufgrund ihrer vermuteten sexuellen Orientierung verfolgt, angeklagt und verurteilt.

Setzen Sie ein Zeichen!

Unterschreiben Sie die Online-Petition an die Regierung von Kamerun und fordern Sie, den entsprechenden Paragraphen des Strafgesetzbuches abzuschaffen und alle aufgrund der Bestimmung verurteilten Personen freizulassen

Uganda: LGBTI-feindliches Gesetz passiert Parlament

Das Parlament in Uganda hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Intersexuellen stärker im Gesetz verankert. Der Gesetzentwurf liegt nun dem Präsidenten vor, der ihn blockieren oder das Parlament auffordern kann, einzelne Bestimmungen zu überdenken.

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