Schlagwort-Archive: Gesundheitsversorgung

Iran: GEFANGENE DROHT ZU STERBEN

Atena Daemi, Aktivistin gegen die Todesstrafe. Foto: privat

Der Gesundheitszustand der iranischen Frauenrechtsaktivistin Atena Daemi hat sich extrem verschlechtert. Nach nunmehr 46 Tagen im Hungerstreik ist ihr Zustand lebensbedrohlich und sie kann kein Wasser mehr bei sich behalten. Trotz der Warnungen von Ärzt*innen, weigern sich die Behörden immer noch, sie zu einer fachärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses zu verlegen. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene.

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El Salvador: Schwangerschaftsabbruch ENTKRIMINALISIEREN!

Bis zu 50 Jahren Haft wegen Fehlgeburt: Szene aus Amnesty Kampagnen-Video gegen Absolutes Abtreibungsverbot in El Salvador: © Amnesty International

Die salvadorianischen Abgeordneten werden bald eine Änderung des Strafgesetzbuchs debattieren, welche die grundsätzliche Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen im Land beenden würde. Zum ersten Mal in fast 20 Jahren besteht eine reale Chance, dieses Gesetz zu reformieren.

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USA: ASYLSUCHENDE INHAFTIERT

Der dreijährige Josué in Gewahrsam: © privat

Vier Kinder und ihre Mütter werden seit über 500 Tagen im US-Bundesstaat Pennsylvania in einer Hafteinrichtung der Einwanderungs- und Zollbehörde festgehalten. Die Familien hatten in den USA Asyl beantragt, nachdem sie ihre Heimatländer wegen der dort herrschenden Gewalt verlassen mussten. Ihre Anträge auf rechtmäßigen und dauerhaften Aufenthalt in den USA werden derzeit bearbeitet.

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USA: DRINGENDE MEDIZINISCHE HILFE

Sara Beltrán Hernández floh vor häuslicher Gewalt und Bandenkriminalität im November 2015 aus El Salvador in die USA, um dort bei Verwandten zu leben. Sie wird seither in einer Hafteinrichtung in Texas festgehalten, obwohl sie einen Asylanspruch hat. Sie benötigt dringend medizinische Versorgung und sollte bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag dringend auf Bewährung freigelassen werden.

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Iran: MEDIZINISCHE HILFE DRINGEND

Nazanin Zaghari Ratcliffe: © privat

Nazanin Zaghari-Ratcliffe, die britisch-iranische Mitarbeiterin einer gemeinnützigen Stiftung, hat schwere Arm-, Nacken- und Rückenschmerzen und muss dringend ins Krankenhaus. Ein Berufungsgericht hat ihre fünfjährige Gefängnisstrafe wegen „Mitgliedschaft in einer illegalen Gruppe“ im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bei der BBC und der Thompson Reuters Foundation bestätigt.

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Vietnam: GEFANGENE IN LEBENSGEFAHR

Bei der gewaltlosen politischen Gefangenen Trần Thị Thúy wurde im April 2015 ein Gebärmuttertumor diagnostiziert. Sie erhält im Gefängnis jedoch keine angemessene medizinische Versorgung und kann sich nicht mehr alleine auf den Beinen halten. Sie befindet sich seit 2010 in Haft und befürchtet, aufgrund der schlechten Haftbedingungen im Gefängnis sterben zu müssen.

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Türkei: DRINGENDE OPERATION VERWEIGERT

Sibel Çapraz befindet sich im Gefängnis und die Behörden verweigern ihr eine lebenswichtige Operation und angemessene medizinische Betreuung. Sie wurde im November 2015 in Yüksekova im Südosten der Türkei während der Zusammenstöße zwischen türkischen Sicherheitskräften und der PKK angeschossen. Im März 2016 nahmen die Behörden sie in Untersuchungshaft, während sie sich im Krankenhaus befand.

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Vietnam: Fehlende medizinische Versorgung

Der Gesundheitszustand der gewaltlosen politischen Gefangenen Trần Thị Thúy hat sich stark verschlechtert, seit bei ihr im April 2015 ein Tumor diagnostiziert wurde. Die Gefängnisbehörden wollen sie erst dann angemessen behandeln, wenn sie die Straftaten „gesteht“, für die sie verurteilt wurde.

Trần Thị Thúy verbüßt eine achtjährige Haftstrafe, zu der sie gemäß Paragraf 79 des Strafgesetzbuchs wegen „Aktivitäten, die den Sturz der Regierung zum Ziel haben“ verurteilt wurde. Sie war im August 2010 festgenommen worden und befindet sich derzeit in der Haftanstalt An Phước in der Provinz Bình Dương. Ihre Freilassung ist erst im August 2018 vorgesehen.

Am 3. September 2016 wurde Trần Thị Thúy von ihrem Bruder besucht, der Amnesty International danach mitteilte, dass seine Schwester verwirrt gewesen sei und ihn zunächst nicht erkannt habe. Offenbar werden ihr im Gefängnis unbekannte Medikamente verabreicht, die ihren Angaben zufolge ihr Erinnerungs- und Denkvermögen beeinträchtigen. Die Medikamente sollen gegen drei Tumore helfen, haben bisher jedoch nicht die gewünschte Wirkung. Ein Tumor befindet sich im Bauchbereich, misst 15 cm Durchmesser und eitert und blutet durch ihre Kleidung hindurch. Sie läuft Gefahr, dass sich die offene Wunde infiziert. Die beiden weiteren Tumore befinden sich in der Gebärmutter und nahe ihrer linken Brust. Ihre Familie schickt Trần Thị Thúy Medikamente und Nahrungsmittel, doch diese werden ihr nicht augehändigt. Die Gefängnisbehörden haben Trần Thị Thúy mitgeteilt, dass sie die Artikel erst dann erhalte, wenn sie die Straftaten „gesteht“, für die sie verurteilt wurde.

Trần Thị Thúy leidet seit ihrer Tumordiagnose im April 2015 unter starken Schmerzen. Sie hat mehrmals zu ihrer Familie gesagt, dass sie befürchte, im Gefängnis sterben zu müssen, da die Gefängnisbehörden sich weigern, sie angemessen medizinisch behandeln zu lassen. Die Verweigerung einer medizinischen Behandlung unter diesen Umständen, zu denen das vorsätzliche Zufügen starker Schmerzen mit dem Ziel der Erzwingung eines „Geständnisses“ gehört, kommt Folter gleich und stellt somit einen Verstoß gegen das Übereinkommen gegen Folter dar, das im Februar 2015 in Vietnam in Kraft getreten ist.

SCHREIBEN SIE BITTE

E-MAILS, LUFTPOSTBRIEFE ODER FAXE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Bitte sorgen Sie für die unmittelbare und bedingungslose Freilassung von Trần Thị Thúy, die als gewaltlose politische Gefangene allein wegen ihres friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte festgehalten wird.
  • Stellen Sie bitte sicher, dass sie bis zu ihrer Freilassung unverzüglich angemessen und entsprechend ihrer Wünsche medizinisch versorgt wird, was auch einen Krankenhausaufenthalt umfassen kann.

APPELLE AN

MINISTERPRÄSIDENT
Nguyễn Xuân Phúc
Prime Minister’s Office
Hà Nội, VIETNAM
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: über das Kontaktformular: http://primeminister.chinhphu.vn/Utilities/Contact.aspx

MINISTER FÜR ÖFFENTLCHE SICHERHEIT
To Lam
Ministry of Public Security
44 Yết Kiêu St., Hoàn Kiếm District
Hà Nội, VIETNAM
(Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
E-Mail: über das Kontaktformular: http://www.mps.gov.vn/web/guest/contact_english

KOPIEN AN
LEITER DER ABTEILUNG FÜR HAFTEINRICHTUNGEN
Major General Pham Đúc Chần
Ministry of Public Security
44 Yết Kiêu St., Hoàn Kiếm District
Hà Nội, VIETNAM

BOTSCHAFT DER SOZIALISTISCHEN REPUBLIK VIETNAM
S.E. Herr Viet Anh VU
Felix-Mottl-Straße 20
1190 Wien
Fax: (+43 / 1) 368 07 54
E-Mail: office@vietnamembassy.at

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