Schlagwort-Archive: Folter

China: DROHENDE HAFTSTRAFE

Die Falun Gong Praktizierende Chen Huixia: © privat

Chen Huixia, Anhängerin der spirituellen Bewegung Falun Gong, wurde wegen „Untergrabung der Gesetzesvollstreckung mithilfe eines Kult des Bösen“ angeklagt. Seit dem 3. Juni 2016, dem Tag an dem sie festgenommen wurde, ist es Familienangehörigen nicht möglich sie zu besuchen.

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Iran: Aktivistin in Haft

Atena Daemi, Aktivistin gegen die Todesstrafe. Foto: privat

Die iranische Todesstrafengegnerin Atena Daemi ist am 26. November unter Einsatz von Gewalt festgenommen und ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden. Dort soll sie eine siebenjährige Haftstrafe antreten. Amnesty International betrachtet sie als gewaltlose politische Gefangene, die allein wegen ihres menschenrechtlichen Engagements in Haft genommen wurde.

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Malaysia: AKTIVISTIN IN EINZELHAFT

Bersih 4.0-Demo am 30. August 2015 in Kuala Lumpur: © Charles Pertwee/Getty Images
Bersih 4.0-Demo am 30. August 2015 in Kuala Lumpur: © Charles Pertwee/Getty Images

Die Menschenrechtsverteidigerin Maria Chin Abdullah ist am 18. November festgenommen worden, weil sie eine Demonstration für freie und faire Wahlen organisiert hatte. Die gewaltlose politische Gefangene befindet sich in Einzelhaft und könnte bis zu 28 Tage ohne Anklage, ohne Zugang zu einem Gericht und unter sehr schlechten Haftbedingungen festgehalten werden.

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Iran: MEDIZINISCHE VERSORGUNG VERWEIGERT

Die gewaltlose politische Gefangene Maryam Akbari Monfared, die eine 15-jährige Haftstrafe im Teheraner Evin-Gefängnis verbüßt, erhält keinen Zugang zu medizinischer Behandlung. Dies ist offenbar eine Vergeltungsmaßnahme der Behörden, weil sie eine offizielle Untersuchung der Massenhinrichtungen an politischen Gefangenen gefordert hat, die im Sommer 1988 im Iran stattfanden. Ihre Geschwister befanden sich unter den Getöteten. Iran: MEDIZINISCHE VERSORGUNG VERWEIGERT weiterlesen

Somalia: Weibliche Gefangene im Gabiley-Gefängnis

Karte von Somalia: © Amnesty International
Karte von Somalia: © Amnesty International

Im vergangenen Monat haben sich weibliche Gefangene des Gabiley-Gefängnisses über sexuelle Gewalt beschwert. Sie berichteten von Vergewaltigungen, Folter und anderweitiger Misshandlung durch männliche Wärter des Gefängnisses. Wärterinnen, die der Gefängnisleitung von diesen Vorfällen berichten, fürchten Vergeltungsmaßnahmen. Die weiblichen Gefangenen müssen während ihrer Haft weitere Folter und anderweitige Misshandlung befürchten. Somalia: Weibliche Gefangene im Gabiley-Gefängnis weiterlesen

Iran: Drohende Hinrichtung

Zeinab Sekaanvand Lokran: © privat
Zeinab Sekaanvand Lokran: © privat

Die 22-jährige Zeinab Sekaanvand Lokran wurde in einem unfairen Verfahren des Mordes an ihrem Ehemann für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Zur Zeit der ihr vorgeworfenen Tat war die Angehörige der kurdischen Minderheit im Iran erst 17 Jahre alt. Sie sollte bereits am 13. Oktober hingerichtet werden. Die Hinrichtung wurde ausgesetzt. Zeinab Sekaanvand Lokran ist aber weiter von der Todesstrafe bedroht.
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Vietnam: Fehlende medizinische Versorgung

Der Gesundheitszustand der gewaltlosen politischen Gefangenen Trần Thị Thúy hat sich stark verschlechtert, seit bei ihr im April 2015 ein Tumor diagnostiziert wurde. Die Gefängnisbehörden wollen sie erst dann angemessen behandeln, wenn sie die Straftaten „gesteht“, für die sie verurteilt wurde.

Trần Thị Thúy verbüßt eine achtjährige Haftstrafe, zu der sie gemäß Paragraf 79 des Strafgesetzbuchs wegen „Aktivitäten, die den Sturz der Regierung zum Ziel haben“ verurteilt wurde. Sie war im August 2010 festgenommen worden und befindet sich derzeit in der Haftanstalt An Phước in der Provinz Bình Dương. Ihre Freilassung ist erst im August 2018 vorgesehen.

Am 3. September 2016 wurde Trần Thị Thúy von ihrem Bruder besucht, der Amnesty International danach mitteilte, dass seine Schwester verwirrt gewesen sei und ihn zunächst nicht erkannt habe. Offenbar werden ihr im Gefängnis unbekannte Medikamente verabreicht, die ihren Angaben zufolge ihr Erinnerungs- und Denkvermögen beeinträchtigen. Die Medikamente sollen gegen drei Tumore helfen, haben bisher jedoch nicht die gewünschte Wirkung. Ein Tumor befindet sich im Bauchbereich, misst 15 cm Durchmesser und eitert und blutet durch ihre Kleidung hindurch. Sie läuft Gefahr, dass sich die offene Wunde infiziert. Die beiden weiteren Tumore befinden sich in der Gebärmutter und nahe ihrer linken Brust. Ihre Familie schickt Trần Thị Thúy Medikamente und Nahrungsmittel, doch diese werden ihr nicht augehändigt. Die Gefängnisbehörden haben Trần Thị Thúy mitgeteilt, dass sie die Artikel erst dann erhalte, wenn sie die Straftaten „gesteht“, für die sie verurteilt wurde.

Trần Thị Thúy leidet seit ihrer Tumordiagnose im April 2015 unter starken Schmerzen. Sie hat mehrmals zu ihrer Familie gesagt, dass sie befürchte, im Gefängnis sterben zu müssen, da die Gefängnisbehörden sich weigern, sie angemessen medizinisch behandeln zu lassen. Die Verweigerung einer medizinischen Behandlung unter diesen Umständen, zu denen das vorsätzliche Zufügen starker Schmerzen mit dem Ziel der Erzwingung eines „Geständnisses“ gehört, kommt Folter gleich und stellt somit einen Verstoß gegen das Übereinkommen gegen Folter dar, das im Februar 2015 in Vietnam in Kraft getreten ist.

SCHREIBEN SIE BITTE

E-MAILS, LUFTPOSTBRIEFE ODER FAXE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Bitte sorgen Sie für die unmittelbare und bedingungslose Freilassung von Trần Thị Thúy, die als gewaltlose politische Gefangene allein wegen ihres friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte festgehalten wird.
  • Stellen Sie bitte sicher, dass sie bis zu ihrer Freilassung unverzüglich angemessen und entsprechend ihrer Wünsche medizinisch versorgt wird, was auch einen Krankenhausaufenthalt umfassen kann.

APPELLE AN

MINISTERPRÄSIDENT
Nguyễn Xuân Phúc
Prime Minister’s Office
Hà Nội, VIETNAM
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: über das Kontaktformular: http://primeminister.chinhphu.vn/Utilities/Contact.aspx

MINISTER FÜR ÖFFENTLCHE SICHERHEIT
To Lam
Ministry of Public Security
44 Yết Kiêu St., Hoàn Kiếm District
Hà Nội, VIETNAM
(Anrede: Dear Minister / Sehr geehrter Herr Minister)
E-Mail: über das Kontaktformular: http://www.mps.gov.vn/web/guest/contact_english

KOPIEN AN
LEITER DER ABTEILUNG FÜR HAFTEINRICHTUNGEN
Major General Pham Đúc Chần
Ministry of Public Security
44 Yết Kiêu St., Hoàn Kiếm District
Hà Nội, VIETNAM

BOTSCHAFT DER SOZIALISTISCHEN REPUBLIK VIETNAM
S.E. Herr Viet Anh VU
Felix-Mottl-Straße 20
1190 Wien
Fax: (+43 / 1) 368 07 54
E-Mail: office@vietnamembassy.at

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Vietnamesisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 27. Oktober 2016 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformationen und schneller E-Mail-Appell

Iran: Gefangenen wird medizinische Versorgung verweigert

Die iranischen Behörden verweigern gewaltlosen politischen Gefangenen und anderen politischen Häftlingen eine angemessene medizinische Versorgung. Damit setzen sie leichtfertig das Leben dieser Inhaftierten aufs Spiel. Den Betroffenen drohen zudem chronische Gesundheitsschäden und bleibende Behinderungen. Iran: Gefangenen wird medizinische Versorgung verweigert weiterlesen

Philippinen: Polizisten im Fall Alfreda Disbarro verurteilt

Die beiden Polizisten, die Alfreda Disbarro (Philippinen) gefoltert haben, sind beide schuldig gesprochen worden. Sie wurden wegen schweren Verfehlungen (Körperverletzung und Unregelmäßigkeiten in der Pflichterfüllung) verurteilt und im Rang herabgestuft.

Die Schuldsprüche entsprechen zwar noch nicht den Anti-Folter-Gesetzen, unsere Kolleg*innen sprechen dennoch von einem großen Erfolg, der auf die Arbeit von Amnesty zurückzuführen ist.
Als bekanntgegeben wurde, dass Untersuchungen im Falle Alfreda Disbarro eingeleitet werden, bezog sich die philippinische Polizei für interne Angelegenheiten auf einen Brief von zwei Amnesty Aktivist*innen.

Nähere Informationen