Schlagwort-Archive: China

China: Willkürliche Inhaftierung

Die uigurische Aktivistin Rebiya Kadeer bei einer Aktion von Amnesty Kanada

URGENT ACTION. Die chinesischen Behörden haben etwa 30 Familienangehörige der uigurischen Aktivistin Rebiya Kadeer in Haft genommen, darunter einige ihrer Schwestern, Brüder, Söhne und Enkelkinder sowie Angehörige des erweiterten Familienkreises. Rebiya Kadeer lebt derzeit in den USA. Der genaue Zeitpunkt der Festnahmen ist unklar. Man geht davon aus, dass die Betroffenen willkürlich in einem „Umerziehungszentrum“ inhaftiert worden sind. Sie laufen Gefahr, gefoltert und anderweitig misshandelt zu werden.

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China: Ohne Anklage in Haft

Die chinesische Menscherechtsanwältin Li Yuhan © privat

Die Menschenrechtsanwältin Li Yuhan befindet sich in China seit beinahe einem Monat in Haft. Was ihr vorgeworfen wird, ist unklar. Seit dem 9. Oktober hat man nichts mehr von ihr gehört, und es ist nicht bekannt, ob sie Zugang zu einem Rechtsbeistand ihrer Wahl hat. Sie läuft Gefahr, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden.

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Volksrepublik China: Aktivistin inhaftiert

Police block access to Tiananmen
© Demotix/Steve Barru

Die Aktivistin Li Xiaoling ist wegen des Vorwurfs „Streit angefangen und Ärger provoziert zu haben“ offiziell in Haft genommen worden. Sie hatte am 3. Juni den 28. Jahrestag der Niederschlagung der Proteste auf dem Tiananmen-Platz begangen. Sie leidet unter einem Glaukom und erhält keine angemessene medizinische Behandlung. Acht weitere Aktivist*innen werden ebenfalls unter derselben Anklage festgehalten.

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China: WEITER IN HAFT

Eine Bürgerjournalistin der Webseite „64 Tianwang“, die ihren Sitz in der Provinz Sichuan hat, befindet sich nach wie vor in Haft. Sie ist eine von sechs Bürgerjournalistinnen, die wegen der Berichterstattung über Proteste im Vorfeld des G20-Gipfels inhaftiert worden war. Die anderen fünf befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Zuletzt wurde am 27. Oktober Yuan Ying freigelassen. Allem Anschein nach hat der internationale Druck, darunter auch der Einsatz von Amnesty International, maßgeblich zu ihrer Freilassung beigetragen. China: WEITER IN HAFT weiterlesen

China: Journalistinnen festgenommen

Sechs Journalistinnen der Webseite „64 Tianwang“, die ihren Sitz in der Provinz Sichuan hat, wurden im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den G20-Gipfel und zuvor stattfindenden Protesten festgenommen. Drei von ihnen befinden sich bereits wieder auf freiem Fuß. Von einer Journalistin fehlt jedoch jede Spur und zwei weitere sind noch immer inhaftiert und haben keinen Zugang zu Rechtsbeiständen. Sie könnten gefoltert oder anderweitig misshandelt werden.

Qin Chao aus Wugang in der Provinz Henan hatte vor, als ehrenamtliche Bürgerjournalistin über den G20-Gipfel zu berichten, der am 4. und 5. September 2016 in Hangzhou in der Provinz Zhejiang stattfand. Am 30. August wurde sie jedoch festgenommen. Erst nach zehn Tagen, am 8. September, nahm man sie unter dem Verdacht, „Streit angefangen und Ärger provoziert“ zu haben, offiziell in Haft. Sie wird in der Hafteinrichtung des Kreises Baofeng in Pingdingshan in der Provinz Henan festgehalten. Ihre Familie wurde erst am 9. September vom örtlichen Büro für Öffentliche Sicherheit über ihren Aufenthaltsort in Kenntnis gesetzt.

Yuan Ying wurde am 6. September für 15 Tage in Verwaltungshaft genommen. Sie wird in der Niederlassung des Büros für Öffentliche Sicherheit von Chengdu im Stadtbezirk Wenjiang festgehalten. Grund für ihre Festnahme ist ihre Berichterstattung über die Demonstration von etwa 2.000 Petitionseinreichenden (Personen, die sich an die Behörden wenden, um sich um Wiedergutmachung für ihnen zugefügtes Unrecht zu bemühen), die am 2. September im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel vor der Zentralen Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei Chinas in Peking stattgefunden hatte.

Lin Xiurong hatte darüber berichtet, dass das Stadion in Hangzhou in eine Hafteinrichtung für Petitionseinreichende umgewandelt worden sei. Von ihr fehlt seit dem 3. September jede Spur.

Drei weitere Bürgerjournalistinnen der Webseite „64 Tianwang“ wurden ebenfalls festgenommen, kamen jedoch nach kurzer Zeit wieder frei. Jiang Chengfen und Yang Xiuqiong waren am 1. bzw. am 2. September festgenommen und vier Tage später, am 6. September, wieder freigelassen worden. He Yazhen, die am 4. September festgenommen worden war, kam nach elf Tagen, am 15. September, wieder frei.

SCHREIBEN SIE BITTE

FAXE, E-MAILS ODER LUFTPOSTBRIEFE MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Bitte lassen Sie Qin Chao und Yuan Ying sofort und bedingungslos frei, da sie sich nur in Haft befinden, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben.
  • Stellen Sie bitte sicher, dass Qin Chao und Yuan Ying regelmäßig uneingeschränkten Zugang zu ihren Familien und Rechtsbeiständen ihrer Wahl erhalten, und sorgen Sie dafür, dass sie vor Folter und anderweitiger Misshandlung geschützt sind.
  • Bitte leiten Sie sofort eine Untersuchung zum Verbleib und zum rechtlichen Status von Lin Xiurong ein und machen Sie die Ergebnisse öffentlich.

APPELLE AN

LEITER DES BÜROS FÜR ÖFFENTLICHE SICHERHEIT IN HANGZHOU
Ye Hanbing
Hangzhou City Public Security Bureau
35 Huaguanglu
Hangzhoushi, Zhejiang Sheng 310002
VOLKSREPUBLIK CHINA
(Anrede: Dear Director / Sehr geehrter Herr Direktor)
E-Mail: gaj@hz.gov.cn

LEITER DER HAFTEINRICHTUNG IN BAOFENG
Li Guofeng
Baofeng County Detention Centre
Youhaocun, Chengguanzhen
Baofeng Xian, Pingdingshan Shi
Henan Sheng 467460
VOLKSREPUBLIK CHINA
(Anrede: Dear Director / Sehr geehrter Herr Direktor)

KOPIEN AN
MINISTER FÜR ÖFFENTLICHE SICHERHEIT
Guo Shengkun
14 Dong Chang’an Jie
Dongcheng Qu, Beijing Shi 100741
VOLKSREPUBLIK CHINA
E-Mail: gabzfwz@mps.gov.cn

BOTSCHAFT DER VOLKSREPUBLIK CHINA
S.E. Herr Bin ZHAO
Metternichgasse 4, 1030 Wien
Fax: (+43 / 1) 713 68 16
E-Mail: chinaemb_at@mfa.gov.cn

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Chinesisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 27. Oktober 2016 keine Appelle mehr zu verschicken.

Hintergrundinformationen und schneller E-Mail-Appell

CHINA: HAFT OHNE KONTAKT ZUR AUSSENWELT

Die chinesische Frauenrechtlerin Su Changlan wurde am 27. Oktober von der Polizei abgeführt. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Es wird befürchtet, dass ihre Festnahme mit ihrer im Internet ausgedrückten Unterstützung der Hongkong-Proteste zu tun hat. Die Behörden haben weder ihrem Ehemann noch ihrem Rechtsbeistand Informationen über ihren Verbleib gegeben. Der Aktivistin drohen Folter und andere Misshandlungen.

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