Sudan: Lehrerin freigelassen

Die sudanesische Lehrerin und Aktivistin Jalila Khamis Koko wurde am 20. Jänner 2013 nach einem Gerichtsverfahren freigelassen. Jalila Khamis Koko wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen, außer des Vorwurfes der „Verbreitung von Falschnachrichten“. Dies wird mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft, aber das Gericht ließ sie frei, da sie schon neun Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte.

Die Aktivistin war am 15. März 2012 von Angehörigen des sudanesischen Geheimdienstes NSS (National Security Services) bei sich zu Hause in der Hauptstadt Khartum festgenommen worden, und am 13. Dezember 2012 wurde Anklage in fünf Punkten gegen Jalila Khamis Koko erhoben. Darunter waren zwei Anklagepunkte, auf welche die Todesstrafe standen.

„Jalilas Freilassung ist ein Erfolg für die Gerechtigkeit, aber die neun Monate, die sie wegen Ausübung von Meinungsfreiheit in Haft verbracht hatte, können nicht einfach ignoriert werden“, kommentierte Audrey Gaughran, Programmdirektorin für Afrika bei Amnesty International. „Die sudanesische Regierung muss sicherstellen, dass Jalila für den Freiheitentzug entschädigt wird und dass sie zu ihrem Arbeitsplatz als Lehrerin zurückkehren kann, wo sie ungerechtfertigt entlassen worden war.“

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