Sudan: Frauenrechtlerin droht Auspeitschung

Amira Osman Hamed wurde im August festgenommen und wegen „anstößiger Kleidung“ angeklagt, weil sie sich geweigert hatte, ein Kopftuch zu tragen. Im Fall eines Schuldspruchs drohen ihr bis zu 40 Peitschenhiebe.

Amira Osman Hamed wurde am 27. August von der Polizei für Öffentliche Ordnung festgenommen und beschuldigt, sich „anstößig oder unmoralisch gekleidet“ zu haben, weil sie sich geweigert hatte, ihr Haar mit einem Kopftuch zu bedecken. Man brachte sie zum Büro des Staatsanwalts, wo wegen „anstößiger Kleidung“ Anklage nach Artikel 152 des sudanesischen Strafgesetzbuchs von 1991 gegen sie erhoben wurde. Die Polizei hielt sie vier Stunden auf der Polizeiwache fest und ließ sie dann gegen Kaution frei.

Amira Osman Hamed wurde auf Grundlage desselben Gesetzes bereits 2002 angeklagt und zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie Hosen getragen hatte.

Das Gerichtsverfahren gegen Asmira Osman Hamed wurde immer wieder verschoben, die Anklage gegen sie aber nicht aufgehoben.

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