Mein Körper. Meine Rechte. Manifest.

Regierungen in aller Welt versuchen, Einfluss und Zwang auf die persön­lichsten Bereiche des Lebens von Menschen auszuüben – Bereiche wie sexuelle Handlungen, Beziehungen, Geburtenkontrolle.

Deshalb fordert Amnesty International mit diesem Manifest:

  1. Einvernehmlicher Sex unter Erwachsenen ist niemals eine Straftat – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder Familienstand.
  2. Aufklärungsunterricht über Sexualität und Partnerschaften muss auf wissenschaftlichen Fakten beruhen und für jede/n zugänglich sein.
  3. Bezahlbare, vertrauliche und qualitativ hochwertige Gesundheits­dienstleistungen, einschließlich Zugang zu Verhütungsmitteln, sind ein Menschenrecht, kein Luxus.
  4. Ein freiwilliger Schwangerschaftsabbruch – wie auch die Unterstützung hierbei – muss unter allen Umständen straffrei bleiben.
  5. Jede/r hat das Recht, frei von Gewalt zu leben, insbesondere von sexueller Gewalt und Vergewaltigungen.
  6. Wir haben ein Mitspracherecht bei Gesetzen und Programmen, die sexuelle und reproduktive Rechte betreffen.
  7. Wenn uns sexuelle und reproduktive Rechte verwehrt werden, haben wir das Recht, dies zur Anzeige zu bringen und eine Untersuchung sowie eine rechtlich angemessene Sanktionierung zu verlangen.

Diese sieben Grundsätze sind nicht nur Ausdruck unserer Überzeugungen, sondern fundamentale Menschenrechte. Sie sind in internationalen Abkommen verankert und für unsere Regierungen rechtsverbindlich.

Regierungen müssen sich an diese Verpflichtungen halten. Nur so haben wir tatsächlich die Möglichkeit, selbst über unseren Körper, unser Leben und unsere Zukunft zu entscheiden.

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