Lesotho: JOURNALISTIN ERHÄLT MORDDROHUNGEN

Die im Exil lebende Investigativ-Journalistin Keiso Mohloboli erhält nach einem Facebook-Beitrag einschüchternde Kommentare und Morddrohungen im Internet.

Die im Exil lebende lesothische Investigativ-Journalistin Keiso Mohloboli hat am 10. Juni auf Facebook Morddrohungen erhalten. Sie hatte einen Beitrag veröffentlicht, woraufhin ein Facebook-Nutzer, der für sein Konto den Namen „Lawrence Kori“ verwendete, ihren Beitrag kommentierte und ihr drohte. Er sagte, dass sie dem Tod sehr nahe sei und bald sterben würde. Es wird vermutet, dass das Konto vom lesothischen nationalen Sicherheitsdienst (NSS) betrieben wird und dazu dient, die Facebook-Beiträge von Personen, die zur „Persona non grata“ erklärt wurden, zu überwachen. Quellen des militärischen Geheimdienstes von Lesotho bestätigten, dass das Konto vom NSS betrieben wird und dass die Drohungen ernstgenommen werden sollten.

Keiso Mohloboli hat lange gezögert, die Morddrohungen und Einschüchterungsversuche den Behörden zu melden, da sie sich seit Juli 2016 im Exil in Südafrika befindet. Sie war aus Lesotho geflohen, nachdem sie willkürlich festgenommen und bezüglich eines von ihr veröffentlichten Artikels in der Zeitung Lesotho Times verhört worden war. Zuvor war außerdem ihr Redakteur angeschossen und schwer verletzt worden.

Hintergrundinformationen und schneller E-Mail-Appell

Amnesty fordert:

  • Ich fordere Sie dringend auf, umgehend Maßnahmen gegen die anhaltenden Morddrohungen und Einschüchterungsversuche gegen Keiso Mohloboli zu ergreifen und für ihren Schutz und ihre Sicherheit zu sorgen.
  • Bitte führen Sie eine umfassende, unparteiische, unabhängige und zielführende Untersuchung der Vorwürfe über Morddrohungen und Einschüchterungen gegen Keiso Mohloboli durch. Ziehen Sie die Verantwortlichen in Prozessen, die die internationalen Standards für faire Verfahren erfüllen, zur Verantwortung.
  • Stellen Sie bitte sicher, dass Journalist*innen und andere Medienschaffende ihre Arbeit ohne Angst vor Drohungen, Einschüchterung und Belästigung ausführen können. Gewährleisten Sie zudem bitte die Sicherheit von Journalist*innen und Medienschaffenden.

Appell an:

Hauptbüro des Verteidigungsministeriums
The Principle Secretary for the Ministry of Defence and national Security
Dr Mampho Molaoa
Ministry of Defence and National Security
Along Kingsway, opposite national Library
P/Bag A166, Maseru 100
LESOTHO

Sende eine Kopie an:

Botschaft des Königreichs Lesotho
Frau Matseliso Patricia MOTSAMAI
Kurfürstenstraße 84
10787 Berlin
Telefax: (+49 / 30) 25 75 72 22
E-Mail: embleso(at)yahoo.com

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