Kamerun: Liebe ist kein Verbrechen

Die Rechtsanwältin Alice Nkom erhielt für ihren Einsatz für die Rechte von Schwulen, Lesben und TransgenderMenschen am 18. März den 7. Menschenrechtspreis von Amnesty in Deutschland.

Die Rechtsanwältin Alice Nkom setzt sich trotz Todesdrohungen für die Rechte von LGBTI-Menschen ein.
Die Rechtsanwältin Alice Nkom setzt sich trotz Todesdrohungen für die Rechte von LGBTI-Menschen ein.

In Kamerun werden immer mehr Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Sie sind Verfolgung und Diskriminierung, willkürlichen Verhaftungen und Anklagen ausgesetzt.

Medien, Politiker_innen und religiöse Führer_innen hetzen die Gesellschaft gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) auf. Die Betroffenen werden auf der Straße angegriffen, beleidigt und mit der Drohung, sie der Justiz zu melden, erpresst und ausgegrenzt.

LGBTI-Personen sind Verfolgung und Diskriminierung, willkürlichen Verhaftungen und Anklagen ausgesetzt. Die Polizei misshandelt sie und spioniert sie aus, von ihren Familien werden sie verstoßen.

Laut Artikel 347a des kamerunischen Strafgesetzbuches sind sexuelle Handlungen mit einer Person des gleichen Geschlechts mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren und mit einer Geldstrafe von bis zu 200.000 Francs CFA (etwa 300 Euro) zu ahnden. In der Praxis wird das Gesetz jedoch wesentlich weiter ausgelegt: So werden die meisten Betroffenen allein aufgrund ihrer vermuteten sexuellen Orientierung verfolgt, angeklagt und verurteilt.

Setzen Sie ein Zeichen!

Unterschreiben Sie die Online-Petition an die Regierung von Kamerun und fordern Sie, den entsprechenden Paragraphen des Strafgesetzbuches abzuschaffen und alle aufgrund der Bestimmung verurteilten Personen freizulassen

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