FLUCHT VOR DER GEWALT IN ZENTRALAMERIKA

Andrés (Name geändert), 16 Jahre alt, misshandelt von Sicherheitskräften in El Salvador, 12. May 2016. © Amnesty International / Encarni Pindado

In Zentralamerika spielt sich ein Flüchtlingsdrama ab, das angesichts der veränderten politischen Situation in den USA eine besondere Brisanz erhält. Tausende von Menschen verlassen täglich das Länderdreieck El Salvador, Guatemala und Honduras, um sich und ihre Familien in Sicherheit vor der alltäglichen Gewalt in ihren Heimatländern zu bringen. Die Pläne der US-Regierung, die Grenze zwischen Mexiko und den USA dicht zu machen, haben gravierende Folgen für die Migrant*innen.

Hintergrundinformationen auf der Seite der El Salvador Koordinationsgruppe 

Zentralamerikanisches Blutbad – Wie Trump’s Grenzmauer Migrant*innen zu einem Leben in Angst und Schrecken verurteilen würde
von Josefina Salomón, 20. Februar 2017

Download PDF-Dokument in deutsch
Link zum Original (englisch / spanisch / französisch ) in der internationalen Website von Amnesty International

Children flee gangs, abuse and violence in Honduras – only for America to turn them away
International Business Times, 17. Februar 2017

The other Trump executive order that will hurt refugees
Aljazeera, 12. Februar 2017

SITUATION DER MIGRANT*INNEN AUF DEM WEG NACH NORDEN

Der Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant*innen“ gibt den Flüchtenden eine Stimme. In einem Auffanglager in Mexiko sprach der Filmemacher Hauke Lorenz mit zahlreichen Migrant*innen und zeichnete die Gespräche auf. Weitere Informationen und einen Trailer finden Sie hier: http://viacrucismigrante.com/. Dieser Film steht zum Verleih bei thede, Hamburg, Kontakt: hubert@diethede.de

Die Fotoausstellung „Unsichtbare Opfer – Migrant*innen auf ihrem Weg durch Mexiko“ beschreibt eindrücklich, welche Herausforderungen die Flucht der Menschen durch Mexiko bis hin in die USA darstellen. Ausführliche Informationen zur Wanderausstellung finden Sie hier: https://casa-amnesty.exposure.co/unsichtbare-opfer. Auf Wunsch stellen wir gerne einen Kontakt zur verleihenden Gruppe her.

URSACHEN DER MIGRATION

Am 14. Oktober 2016 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht über die Situation der Flüchtlinge in Zentralamerika vor und während der Flucht und nach ihrer Abschiebung zurück in ihre Heimatländer. Die Situation ist dramatisch, daher bitten wir Sie um Beteiligung an dieser

ONLINE-PETITION

Bitte unterzeichnen Sie den Appell in der internationalen Website (englisch / spanisch).

Migration in Zentralamerika ist ja nicht neu. Neu ist als Ursache das hohe Niveau an Gewalt in den Herkunftsländern. Das zeigt sich daran, dass sich nun auch Frauen und Kinder, ganze Familien, stigmatisierte Gruppen und diejenigen, deren Rechte konstant verletzt werden, auf den Weg nach Norden machen. Niemand, der flieht und Hilfe in einem anderen Land sucht, sollte Leib und Leben aufs Spiel setzen müssen! Amnesty International appelliert daher an die Regierung von Mexiko, die Flüchtlinge nicht abzuschieben, sondern diese Menschen zu schützen und ihnen Asyl zu gewähren.

Hier finden Sie dazu eine

ONLINE-PETITION IN ENGLISCH

ONLINE-PETITION IN SPANISCH

bitte beteiligen Sie sich daran!

Die Informationen, auf denen die Petitionen aufbauen:

Home Sweet Home? Honduras, Guatemala and El Salvador’s Role in a deepening Refugee Crisis
Bericht, 14. Oktober 2016
AI-Index: AMR 01/4865/2016

Link zum Original (englisch, spanisch, französisch) in der internationalen Website von Amnesty International

Zentralamerika kehrt Hunderttausenden den Rücken, die vor ‚kriegsartiger‘ Gewalt fliehen
Pressemitteilung, 14. Oktober 2016

Download PDF-Dokument in deutsch
Link zum Original (englisch) in der internationalen Website von Amnesty International

Deepening Central American Refugee Crisis
Video in Englisch und Spanisch
Tausende ZentralamerikanerInnen fliehen aus ihren Ländern, gezwungen durch die dort herrschende Gewalt. Sie beantragen Asyl, aber viele werden abgeschoben, in ein unsicheres Schicksal.

‘Andrés’: “I was told I should leave”
Video in Englisch und Spanisch
Der 16-jährige Andrés lebt in einem Versteck in El Salvador, seit er im Mai (2016) von Sicherheitskräften verhaftet worden war. Er sagte Amnesty International, sie haben ihn gefoltert, um ihn zum Geständnis zu zwingen, dass er an einer Schießerei beteiligt und ein Spitzel für eine Bande gewesen sei. Das war wohl ein verzweifelter Versuch der Behörden zu zeigen, dass sie sich mit dem schockierenden Niveau an Gewaltkriminalität im Land auseinandersetzen.

‘Patricia’: “It’s impossible to live in my country”
Video in Englisch und Spanisch
Patricia, eine 32-jährige Transgender-Frau, hat zu viel Angst, um in ihrer Heimatstadt in El Salvador zu bleiben, nachdem Banden begonnen haben, sie wegen ihrer sexuellen Identität zu bedrohen und zu belästigen und nachdem sie sich geweigert hat, eine „Gebühr“ für das Recht zu bezahlen, Soda zu verkaufen.

‘Saúl’: Sent back to his death
Video in Englisch und Spanisch
Saúl, 35 Jahre alt und Vater von fünf Kindern, wurde weniger als drei Wochen nach seiner Abschiebung aus Mexiko im Juli 2016 in seinem Heimatland Honduras ermordet, nachdem sein Asylantrag in Mexiko abgelehnt worden war.

‘Yomara’: “If I stay, they will kill me”
Video in Englisch und Spanisch
Yomara, 30, musste aus Honduras fliehen, nachdem sie von Menschen aus ihrer Nachbarschaft in Tegucigalpa angegriffen und belästigt wurde, nachdem sie gegen zwei Männer ausgesagt hatte, die angeklagt waren, einen Jungen zu Tode geprügelt zu haben.

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