Ecuador: Morddrohungen gegen Indigenensprecherin

Die ecuadorianische Menschenrechtsverteidigerin Patricia Gualinga © Andrew Miller/Amazon Watch

Am frühen Morgen des 5. Januar warf ein Unbekannter Steine auf das Haus von Patricia Gualinga in Puyo in der Provinz Pastaza drohte, die Menschenrechtlerin zu töten. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielt sich Patricia Gualinga zusammen mit ihren Eltern und ihrem Kind in dem Haus auf. Noch am selben Tag meldete sie den Vorfall der Polizei und erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft der Provinz Pastaza. Bislang haben Patricia Gualinga und ihre Familie weder Schutzmaßnahmen der Behörden erhalten noch gab es sichtbare Fortschritte bei den Ermittlungen.

Setzen Sie sich für die Sicherheit von Patricia Gualinga ein!

Patricia Gualinga ist eine Indigenensprecherin der Kichwa innerhalb der indigenen Gemeinschaft der Sarayaku. Deren angestammtes Land liegt im Osten Ecuadors. Patricia Gualinga setzt sich für Landrechte und den Umweltschutz im Kontext von Projekten der Rohstoffförderung im ecuadorianischen Amazonasgebiet ein. Konkret geht es um Konzessionen für die Erdölförderung auf dem angestammten Land der Kichwa und Sarayaku, der Sápara, Achuar Shuar, Shiwiar, der Gemeinden Santa Clara und San Jacinto und der Städte Puyo und Shell-Mera.

Viele Sprecher*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen der zuvor genannten Gemeinschaften haben ihre Sorge bezüglich der Auswirkungen der Erdölförderung auf ihr Land und ihre Wasserressourcen – zum Beispiel auf die Flüsse Villano und Curaray – zum Ausdruck gebracht. Aufgrund ihres menschenrechtlichen Engagements haben sie Drohungen erhalten und sind drangsaliert worden. Nach tagelangen Protesten und einem Treffen mit der größten Indigenenorganisation Ecuadors La Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador (CONAIE) sagte Präsident Lenin Moreno zu, die Konzessionen für die Erdölförderung und andere Rohstoffe, die ohne vorherige Konsultation vergeben wurden, auszusetzen.

Setzen Sie sich für die Sicherheit von Patricia Gualinga ein!

Urgent Action bis 22. Feb. 2018

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