16 Tage gegen Gewalt an Frauen: Flüchtlingsfrauen – immer in Gefahr

16daysofactivism5Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung und Gewalt. Auf der Flucht droht ihnen neuerlich Gewalt durch Schlepper, männliche Flüchtlinge und Sicherheitskräfte in den Lagern. Flüchtlingsfrauen im Libanon, in Libyen, Mexiko und Griechenland erzählten Amnesty ihre Geschichten.

Amnesty macht heuer im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf geschlechtsspezifische Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen aufmerksam.

LIBANON.  Bei 20 Prozent der Flüchtlingsfamilien, die im Libanon leben, sorgen allein die Frauen für den Lebensunterhalt, weil ihre Männer in Syrien entweder getötet, verhaftet, entführt oder an einen unbekannten Ort verschleppt wurden. Ihnen drohen sexuelle Übergriffe und Ausbeutung.

Über vier Millionen Menschen flüchteten seit 2011 aus Syrien, eine Million davon in den Libanon. Etwa 25 Prozent der Bevölkerung im Libanon sind Flüchtlinge aus Syrien. Der Anteil der Flüchtlinge an der Gesamtbevölkerung ist der höchste weltweit. Nachdem die internationale Gemeinschaft zu wenig Mittel zur Verfügung stellte, war die UNO gezwungen, die Unterstützung für die Flüchtlinge zu reduzieren. Deren Lebensstandard liegt nun weit unter der Armutsgrenze des Libanon. Darüber hinaus führte die Regierung neue, ungerechtfertigte Kriterien und hohe Gebühren für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen ein. Dadurch verfügen weniger Flüchtlinge über gültige Aufenthaltstitel. Das führt dazu, dass sich die Flüchtlinge nicht mehr so frei bewegen können. Weiters kam es zu einem Anstieg von Festnahmen. Das Risiko der Ausbeutung bei der Arbeit ist gestiegen. Auch Belästigungen und (sexuelle) Gewalt gegenüber Frauen bis hin zum Frauenhandel nahmen zu.

Hinzu kommen negative Äußerungen aus der Politik zur Gefährdung der Sicherheit durch die Flüchtlinge und dem Verbrauch öffentlicher Ressourcen zu deren Unterstützung. Für Frauen besteht in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz und daheim das Risiko der Gewalt. Sie bekommen kaum oder keinen Schutz oder Zugang zur Justiz. Besonders betroffen sind Frauen, die Familienoberhäupter sind, also Frauen ohne Ehemann oder männlichen Verwandten im Libanon.

Die Geschichte von Maryam*. Maryam ist eine syrische Frau aus Homs, die 2013 in den Libanon kam, wo sie nun mit ihrer Familie lebt. Sie berichtete über ihre Situation als Frau im Libanon.

„Einer meiner Verwandten starb im August. Die Polizei nahm die Aussage von mir und meiner Schwester zu Protokoll, wobei wir auch Name, Adresse und Telefonnummer angaben. Nach einiger Zeit kamen die Polizisten zu uns und forderten uns auf, mit ihnen auszugehen. Es waren dieselben Polizisten. Nachdem wir keine gültigen Aufenthaltstitel besaßen, drohte uns die Polizei mit Festnahme, wenn wir nicht zustimmen. Das zog sich über zwei Monate hin. Dann wollte unser Vermieter sein Haus zurück und wir übersiedelten. Wir änderten die Telefonnummer und gaben der Polizei unsere neue Adresse nicht bekannt. Jetzt traue ich mich nicht mehr, zur Polizei zu gehen. Selbst wenn ich gehen würde, würde mir die Polizei nicht helfen.

Ein anderes Mal ging ich durch eine Seitenstraße, wo wenige Autos fuhren. Ein Wagen blieb stehen und der Fahrer bot mir an, mich an mein Ziel zu bringen. Ich stieg hinten ein. Der Mann bot mir Geld an, er würde mit mir zu einem sehr schönen Haus fahren und alles wieder gut machen, was ich verloren hätte. Ich sollte mich zu ihm vor ins Auto setzen. Ich versuchte, nicht panisch zu wirken und wartete, bis wir in eine belebtere Gegend kamen. Ich sagte, ich würde mich zu ihm vor setzen. Als ich ausstieg, rief ich Bekannte an, um mich abzuholen. Der Autofahrer wollte meine Nummer, ich gab ihm eine falsche.

Belästigungen von Flüchtlingsfrauen – verheiratet und unverheiratet – sind ein großes Problem im Libanon. Ich werde ständig belästigt. Deswegen haben wir Angst um unsere Kinder. Ich habe eine 16-jährige Tochter und sogar Angst davor, sie zum nächstgelegenen Geschäft zu schicken. Darunter leiden alle Syrerinnen.“

LIBYEN. Schmuggelrouten durch Libyen stellen ein akutes Sicherheitsrisiko für Frauen auf der Flucht dar, die Gefahr laufen, entführt oder vergewaltigt zu werden, anderer geschlechtsbezogener Gewalt oder dem Menschenhandel zum Opfer zu fallen.

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Auf solchen Routen sind Frauen auf der Flucht und Migrantinnen in so großer Gefahr, Opfer von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden, dass viele von ihnen sich dazu entschließen vor der Reise Verhütungsmaßnahmen zu treffen, um im Falle einer Vergewaltigung nicht schwanger zu werden.

Frauen werden entweder von den Schmugglern selbst, von Schleppern oder von Mitgliedern bewaffneter Gruppen sexuell angegriffen. Attacken finden entlang der Schmuggelrouten statt, während die Frauen in privaten Häusern festgehalten werden oder während sie in verlassenen Lagerhallen nahe der Küste darauf warten, ein Boot nach Europa besteigen zu können.

Migrantinnen und Frauen auf der Flucht in Immigrationsgefangenenlagern, die in der Verantwortung des Innenministeriums liegen, berichten von sexueller Belästigung und sexueller Gewalt, wie auch von anderen Formen der Folter und anderer grober Misshandlung. In keinem der Lager gibt es weibliche Wachen, was das Risiko sexueller Übergriffe erhöht.

Durch den Aufstieg mächtiger bewaffneter Gruppen in den letzten Jahren, davon einige, die sich zu den Kämpfern des „Islamischen Staats (IS)“ bekennen, erhöhte sich die Gefahr für Flüchtlinge – besonders für Christ*innen-, Opfer von Missbrauch und Kriegsverbrechen zu werden.

Besonders nicht muslimische Frauen auf der Flucht und Migrantinnen, die vom „IS“ entführt werden, stehen unter großem Druck, zum Islam zu konvertieren und sind in Gefahr Opfer von Gewalt, Vergewaltigung und Sexsklaverei zu werden.

Trotz der andauernden Kämpfe in Teilen Libyens reisen hunderttausende Flüchtlinge und Migrant*innen – hauptsächlich aus Afrika südlich der Sahara – nach Libyen, auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung oder extremer Armut, oft in der Hoffnung, sich in Europa niederlassen zu können.

Inmitten der Gesetzlosigkeit und Gewalt, die das Land plagt, hat sich entlang der Routen, die vom Süden Libyens zur mediterranen Küste im Norden verlaufen, wo Boote nach Europa abfahren, ein lukratives Menschenhandelsgeschäft entwickelt.

Tausende sind beim Versuch nach Europa zu gelangen gestorben. Eine Umfrage der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ergab, dass 71 Prozent der Migrant*innen, die die zentrale mediterrane Route zwischen Nordafrika und Europa nehmen, Ausbeutung und Praktiken, die dem Menschenhandel gleichkommen, erfahren haben.

Die IOM stellte fest, dass die meisten Ausländer*innen in Libyen aus dem Niger, Ägypten, dem Chad, Ghana und dem Sudan stammen.

Die Mehrzahl derer, die das Land durchqueren und schließlich mit dem Boot nach Italien übersetzen, kommen aus Eritrea, Nigeria, Gambia, Somalia und der Elfenbeinküste.

Die Geschichte von ADA*. Ada ist eine nigerianische Frau aus Eziowelle. Sie kam im Mai 2015 in Libyen an, bevor sie im selben Jahr im Dezember nach Italien ging.

„In Nigeria ging ich nicht zur Schule. Ich war zehn Jahre alt, als ich meine beiden Eltern verlor und mein Onkel mich nach Port Harcourt brachte. Er schlief ständig mit mir. Ich wurde viermal schwanger und hatte vier Abtreibungen. Mein Onkel wollte nicht, dass ich nach draußen gehe, also musste ich auf dem Gelände bleiben. Er hatte eine Pistole und drohte mir, er würde mich umbringen, wenn ich darüber sprechen würde, was vor sich ging. Jedes Mal wenn er mit mir schlief, gab er mir Geld. Das letzte Mal als er mit mir geschlafen hatte, erzählte ich es einer Frau, die mir sagte, ich solle wegrennen. Ich gab ihr Geld, damit sie mir half zu verschwinden und sie gab mir ein Handy und eine SIM Karte. Sie arrangierte, dass ich und einige andere im April 2015 nach Libyen gehen konnten.

Wir kamen im Mai in Libyen an. Einige Männer entführten uns und brachten uns in ein großes Haus in Sabah. Sie sagten, wir sollten ihnen Geld bringen. Ich sagte ihnen, ich hätte keines.

Sie schliefen jede Nacht mit allen Frauen. Wir wurden in getrennte Räume gebracht. Sie entführten mehr Leute und eines der Mädchen fragte mich, warum ich immer weinte. Ich sagte ihr, ich könne nicht weg gehen und hätte sieben Monate dort verbracht. Sie brachte jemanden dazu, für mich zu zahlen und sagte, ich solle mit ihr nach Italien gehen. Wir wurden in einem Auto an einen anderen Ort transportiert und gingen dann nachts viele Stunden, bis wir endlich am Strand ankamen. Als ich das Meer sah und das Boot, hatte ich Angst. Es war ein aufblasbares Gummiboot und sie schubsten uns und schrien: „Geht hinein, geht hinein!“. Da waren mehr als einhundert von uns in dem Boot und wir fühlten uns sehr unsicher.

Ich kam zwei Tage später in Italien an. Ich weiß nicht einmal, wie wir dort hingelangt sind. Ich weinte, als uns die Italiener retteten. Wir überlebten alle. Als wir am Hafen von Crotone ankamen, sahen wir so viel Polizei und ich hatte Angst. Von dort brachten sie uns in einem Bus zu einem anderen Zentrum, wo ich vier Tage lang blieb. Soldaten kontrollierten, ob niemand entkommen war. Wir verließen den Ort mit dem Bus und kamen ins Anhaltelager nach Bari. An beiden Orten wurde ich nach meinem Namen, Vornamen und meiner Nationalität gefragt, aber mein Kopf war ganz wo anders. Ich konnte mich nicht mal an die Namen meiner Eltern erinnern.

Ich erzählte meine Geschichte und gab meine Fingerabdrücke ab. Jetzt suche ich Schutz. Ich mag, wie ich jetzt lebe, ohne jemanden der mich belästigt, aber ich denke oftS an meine Eltern. Ich will in Italien bleiben. Ich will Italienisch lernen. Ich liebe die Italiener*innen.“

ZENTRALAMERIKA. Frauen und LGBTI-Personen fliehen vor kriegsähnlichen Zuständen in ihren Ländern. Auf der Flucht erleben sie wieder Gewalt. Mexiko bietet ihnen keinen Schutz.

16 Days of activism against gender-based violence campaign, Illustration by Asia Alfasi Please contact GSI and Global Campaigns I Welcome prior to use outside the 16 Days campaign this year

Offiziellen mexikanischen Aussagen und Berechnungen zufolge überqueren jedes Jahr mehr als 400.000 Migrant*innen ohne regulären Aufenthaltsstatus die südliche Grenze des Landes. Die große Mehrzahl dieser Personen kommt aus Honduras, El Salvador und Guatemala, zunehmend aufgrund von Gewalt in diesen Ländern. Im Jahr 2015 verzeichnete das mexikanische Innenministerium 198.141 „Migrant*innen ohne regulären Aufenthaltsstatus“, die von den mexikanischen Migrationsbehörden festgehalten wurden. Im Vergleich zu 2014 ist dies ein Anstieg von über 50 Prozent. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) sowie viele zivilgesellschaftliche Organisationen haben dringende Maßnahmen im Zusammenhang mit Personen, die vor Gewalt in Zentralamerika fliehen und internationalen Schutz benötigen, gefordert. Die meisten dieser Personen sind Zentralamerikaner*innen. 98 Prozent jener Personen, die von mexikanischen Behörden festgehalten worden waren, wurden 2015 in ihr Heimatland zurückgeschickt.

Frauen, Mädchen und LGBTI-Menschen sind geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt, sowohl in ihrem Land als auch auf der Flucht. In El Salvador ist die Mordrate an Frauen zwischen 2008 und 2015 um 60 Prozent gestiegen, in Honduras um 37 Prozent. LGBTI-Personen werden wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Identität misshandelt, eingeschüchtert und attackiert. Auf Gerechtigkeit brauchen sie nicht zu hoffen. Ihre Anzeigen werden von den Behörden ignoriert. Oft werden sie von den Sicherheitskräften erneut erniedrigt. Transgender Frauen erleben in diesen patriarchalen Gesellschaften besonders oft Gewalt von Banden oder werden erpresst, weil sie auf Grund massiver Diskriminierung besonders wehrlos sind.

Bitte unterschreiben Sie den Online-Appell an die Regierungen von Honduras, Guatemala und El Salvador

Die Geschichte von Diana*. Diana, 39, flüchtete wegen der gewalttätigen Banden aus Honduras nach Mexiko und bat um Asyl.

„Ich verließ Honduras 2004, weil mein Bruder von einer kriminellen Bande getötet worden war. Er saß auf einem Stein vor meinem Haus, als die Bande kam. Sie töteten ihn vor meiner Mutter und mir. Ich machte eine Anzeige und sie wurden verhaftet, landeten aber nicht im Gefängnis und bedrohten mich. Ich fuhr nach Zentralmexiko – auf dem Dach eines Güterzuges in Richtung der Grenze zu den USA. (Diese Züge werden „Bestien“ genannt, weil sie für Migrant*innen so gefährlich sind.) Ich blieb in Mexiko und wurde 2007 nach einer Vergewaltigung schwanger. Der Vergewaltiger war ein Drogenhändler. Mein Vermieter wollte, dass ich mich an ihn verkaufe. Als ich zu entkommen versuchte, vergewaltigte er mich auch. Ich wandte mich an die mexikanische Immigrationsbehörde und sie schickten mich nach Honduras zurück. Dort brachte ich meinen Sohn zu Welt.

Als ich das Spital verließ, mussten mich meine Freund*innen in einem Auto verstecken. Ich konnte nicht in meinem Haus bleiben, es war zu gefährlich. Also kam ich bei einer Freundin unter. Das Verfahren gegen die Mörder meines Bruders läuft noch. Sie sind nicht in Haft, wahrscheinlich, weil sie Geld haben. Nach einem Monat musste ich wieder weg, weil ich noch immer bedroht wurde. Meinen Sohn musste ich bei meiner Mutter lassen… Bis 2015 blieb ich in Südmexiko und arbeitete in einer Küche. Aber dann kam ein Schlepper, von dem ich annahm, dass er zu der Bande gehörte, die meinen Bruder ermordet hatte, in diese Gegend und ich bekam Angst. Also zog ich weiter in den Norden, wo ich eine Freundin hatte. Man brachte meinen Sohn nach Mexiko, und er lebte bei mir. Dann versuchte ich, noch weiter in den Norden nach Zacatecas zu gehen, aber die mexikanischen Behörden nahmen mich an einem Checkpoint fest. Man brachte mich und meinen Sohn in das Anhaltelager für Migrant*innen in Mexiko City. Dort blieben wir sechs Monate. Mein Asylantrag wurde abgelehnt. Ich wollte nicht dagegen berufen, weil wir sonst noch länger im Lager hätten bleiben müssen. Im September wurden wir wieder nach Honduras deportiert, diesmal per Flugzeug.“

Diana wurde weiter bedroht, flüchtete nochmals nach Mexiko, wurde erneut vergewaltigt und stellte wieder einen Asylantrag. Zur Zeit arbeitet sie in einer Fabrik. Ihr Sohn lebt in Honduras.

16 Days of activism against gender-based violence campaign, Illustration by Asia Alfasi Please contact GSI and Global Campaigns I Welcome prior to use outside the 16 Days campaign this year

Die Geschichte von Patricia*. Patricia ist eine Transgenderfrau aus El Salvador, die nach Mexiko floh, weil sie wegen ihrer sexuellen Identität von Banden und der Polizei in ihrer Heimat verfolgt wurde.

„Ich bin 32 Jahre alt und habe immer hart gearbeitet. Ich verkaufe Limonade. Aber ich konnte nicht in Frieden leben, weil Geschäftsleute wie ich von Banden erpresst werden und ,Miete‘ zahlen müssen. Auch die Polizei erpresste Geld, belästigte mich und verprügelte mich. Sie sagten, sie könnten mich nicht ausstehen, weil ich so bin, wie ich bin. Ich konnte den Banden nicht soviel bezahlen, wie sie verlangten. Ich wurde ständig bedroht – aus Homophobie, weil ich anders bin. Ich wollte mich an die Polizei wenden, stellte aber fest, dass das dieselben Leute waren, die mich schikanierten. Zweimal ging ich zum Menschenrechts-Ombudsman und beschwerte mich. Aber es kam nichts dabei heraus. Also beschloss ich, das Land zu verlassen. Ich ging allein und ohne zu wissen, was mir zustoßen könnte. Ich machte mich im September letzten Jahres auf den Weg. An der Grenze wurde ich angegriffen und beraubt. In Tapachula ging ich zu COMAR, der mexikanischen Kommission für Flüchtlingshilfe, aber ich erhielt kein Asyl. Sie sagten, es sei, weil ich im Gefängnis war. Das war vor 12 Jahren wegen eines Drogendelikts. Man gab mir 15 Tage, um das Land zu verlassen und ich ging in einen anderen Teil Mexikos. Das war sehr riskant und ich wurde wieder verprügelt und ausgeraubt. Schließlich wurde ich in Tijuana im März 2016 verhaftet und saß zuerst in Oaxaca, dann in Tapachula im Gefängnis. Dort waren die Bedingungen sehr schlecht. Ich bekam schlechteres Essen als die anderen Insass*innen und wurde schlecht behandelt. Dann deportierte man mich zurück nach El Salvador.

Es ist die gleiche Unsicherheit wie früher. Ich fürchte mich vor Angriffen und habe beschlossen, wieder wegzugehen. Auch davor fürchte ich mich, aber ich fühle mich auf der Flucht sicherer als hier. Es ist unmöglich, weiter in diesem Land zu leben. Ich fühle mich immer bedroht.“

Bitte unterschreiben Sie den Online-Appell an die Regierungen von Honduras, Guatemala und El Salvador

Jesidische Frauen nach IS-Terror in Flüchtlingslagern erneut bedroht

*Pseudonyme

Alle Illustrationen: © Asia Alfasi/PositiveNegatives/Amnesty International

301_1_16_days_logo-german16 TAGE GEGEN GEWALT AN FRAUEN UND MÄDCHEN

ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Der 25. November erinnert als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauenan die Ermordung der Schwestern Mirabal. Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal wurden an diesem Tag im Jahr 1960 nach monatelanger Verfolgung und Folter vom dominikanischen Geheimdienst ermordet. Der 10 Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Seit 1999 ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen von den Vereinten Nationen anerkannt.

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